Aktuelles Bildmaterial: PETA-Unterstützer vor Petersplatz festgenommen wegen Verbindungen der katholischen Kirche zu grausamen Stierkämpfen

Rom / Teufen (AR), 9. Oktober 2025 – Heute Vormittag wurden PETA-Unterstützende, die T-Shirts mit der Aufschrift «Stoppt die Stierkämpfe!» trugen, vor dem Petersplatz in Rom während der Veranstaltung «Jubiläum des geweihten Lebens» festgenommen. Die Aktiven hielten zudem ein Transparent mit einer Jesus-Statue hoch, auf dem er verkündet, dass Tierquälerei eine Sünde ist. Scharen von Mönchen, Nonnen und Priestern beobachteten die Aktion schockiert. Die Aktion ist Teil der PETA-Kampagne, welche die katholische Kirche auffordert, ihre Verbindungen zum grausamen Stierkampf zu beenden. Sie folgt zudem auf die Nachricht, dass eine Gruppe von Franziskanermönchen des Kapuzinerordens in der Stierkampfarena Las Ventas eine Veranstaltung durchführte, in der sie offen gegen den Katechismus der Katholischen Kirche verstiess.

«Jesus forderte Liebe und Mitgefühl für alle Lebewesen, doch Mönche und Priester billigen weiterhin die gnadenlose Folter und das ritualisierte Schlachten von Stieren vor blutrünstigen Zuschauenden», sagt PETA-Vizepräsidentin Mimi Bekhechi. «PETA fordert die katholische Kirche auf, ihre schändliche Verbindung mit der grausamen Stierkampfindustrie zu beenden. Auch Papst Leo XIV. muss dieses unheilige Spektakel verurteilen.»

Mit einem Banner mit einer Jesus-Statue machen sie auf die Tierquälerei bei Stierkämpfen aufmerksam.
Die Protestierenden wurden von Sicherheitskräften abgeführt.

Diese Bilder können hier heruntergeladen werden.

Wir weisen darauf hin, dass wir bei einer Publikation des von uns zur Verfügung gestellten Bildmaterials für eventuelle Ansprüche beruhend auf Persönlichkeitsrechten – insbesondere Recht am eigenen Bild etc. – keine Haftung übernehmen. Eine Prüfung insoweit obliegt der veröffentlichenden Institution.

Blutsport «zu Ehren» katholischer Heiliger
Jedes Jahr werden Zehntausende Stiere bei Stierkampffeste zu Ehren katholischer Heiliger getötet. Bei diesen Veranstaltungen stossen Angreifer auf Pferden Lanzen in Rücken und Nacken eines Stiers, bevor andere ihm Banderillas in den Rücken rammen. Dadurch hat der Stier bei jeder Kopfdrehung starke Schmerzen und ist in seiner Beweglichkeit eingeschränkt. Wenn der Stier schliesslich durch den Blutverlust geschwächt ist, erscheint ein Matador. Er versucht, das Tier zu töten, indem er ihm ein Schwert in die Lunge stösst. Mit einem Messer wird sein Rückenmark durchgeschnitten. Der Stier kann gelähmt, aber noch bei Bewusstsein sein, wenn ihm Ohren oder Schwanz abgeschnitten und dem Matador als Trophäe präsentiert werden. Anschliessend wird sein Körper aus der Arena geschleift

Stierkämpfe sind unchristlich
Papst Franziskus schrieb in seiner Enzyklika Laudato si’: «Jede Grausamkeit gegenüber irgendeinem Geschöpf verstösst gegen die Menschenwürde», und bereits im 16. Jahrhundert verbot Papst Pius V. – der inzwischen heiliggesprochen wurde – Stierkämpfe, die er als «grausame und niederträchtige Schauspiele des Teufels und nicht des Menschen» und als Verstoss gegen «christliche Frömmigkeit und Nächstenliebe» bezeichnete. Paragraph 2418 des Katechismus der Katholischen Kirche besagt eindeutig, dass Menschen «Tieren nicht unnötig Leid oder Tod zufügen» dürfen. Dennoch leiten katholische Priester häufig religiöse Zeremonien in Stierkampfarenen und betreuen Stierkämpfer in Arenakapellen. Manche kämpfen in Arenen sogar selbst in Soutane gegen Stiere.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen. Daneben wird auch zwischen verschiedenen Tierarten unterschieden: So empfinden viele Menschen Hunde und Katzen als Familienmitglieder und lehnen es ab, sie zu halten, auszubeuten und zu töten wie Schweine, Rinder oder Hühner. Trotzdem betrifft Speziesismus auch sogenannte Haustiere: Sie werden zur menschlichen Unterhaltung benutzt, oftmals unter tierschutzwidrigen Bedingungen (qual-)gezüchtet und wie Ware verkauft. Auch für Tierversuche werden sie missbraucht.

Weitere Informationen:
PETA-Schweiz.ch/Themen/Stierkampf