Forced Swim Test: Fordern Sie ein Ende des Tierversuchs

Der Forced Swim Test (FST) ist einer der meistkritisierten Tierversuche weltweit. Dabei werden Mäuse oder Ratten in einen Behälter mit Wasser gesetzt, aus dem sie nicht entkommen können. Dadurch werden die Tiere gezwungen, zu schwimmen. Wie lange die Tiere so um ihr Leben kämpfen, bevor sie aufgeben und sich treiben lassen, soll Rückschlüsse auf depressive Erkrankungen und die Wirkung potenzieller Medikamente geben.

Inzwischen ist jedoch bekannt, dass der Test wissenschaftlich umstritten ist und sich die Ergebnisse nicht einfach auf den Menschen übertragen lassen. Die Tiere befinden sich in einer künstlich erzeugten Situation, in der sie versuchen, dem Ertrinken zu entkommen. Dieser Überlebenskampf ist nicht mit einer Depression beim Menschen vergleichbar. Die gute Nachricht ist, dass immer mehr Pharmaunternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen den Forced Swim Test dank PETA und zahlreicher Unterstützender stoppen. Hier erfahren Sie, warum der Test abgeschafft werden muss, welche Fortschritte es schon gibt und wie Sie dabei helfen können, dass Novartis seine Methoden ändert.

Online-Petition

Forced Swim Test: Tiere kämpfen im Wasserbehälter ums Überleben – jetzt Petition unterschreiben!

Fordern Sie Novartis auf, keine wehrlosen Tiere mehr dem „Forced Swim Test“ auszusetzen!

Please stop the cruel forced swimming test

I urge your company to follow the example of leading pharmaceutical companies around the world and end the scientifically worthless forced swim test (FST). In this experiment, rodents are placed in water-filled containers with no possibility of escape.

An increasing number of scientists and authorities recognize that the behavior observed in this artificial situation cannot represent the complexity of human depression or explain how antidepressant drugs work.

Major pharmaceutical companies such as Johnson & Johnson, Bayer, Sanofi, GlaxoSmithKline, AbbVie, Roche, AstraZeneca, Novo Nordisk, Boehringer Ingelheim, Pfizer and Bristol Myers Squibb have already made public commitments not to use the FST. Their decisions reflect the growing recognition that research should rely on methods that are both scientifically meaningful and more ethical.

Your company should now take the same responsibility and join this growing movement. I strongly call on you to ban the forced swim test.

Thank you for taking this important matter seriously.

Petition is addressed to ▼
  • Vasant Narasimhan
  • John Young

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  • Deutsche Fassung des Petitionstextes

    Stoppen Sie den Forced Swim Test

    Ich fordere Ihr Unternehmen mit Nachdruck dazu auf, dem Beispiel führender Pharmaunternehmen zu folgen und den wissenschaftlich nicht aussagekräftigen Forced Swim Test als Forschungsmethode auszuschliessen.

    Bei diesem Experiment werden «Nagetiere» in mit Wasser gefüllte Behälter gesetzt, aus denen sie nicht entkommen können. Von immer mehr Wissenschaftler:innen und Behörden wird darauf hingewiesen, dass die dabei beobachteten Verhaltensweisen nicht die komplexen Ursachen einer menschlichen Depression abbilden und auch keine verlässlichen Rückschlüsse darauf zulassen, wie Antidepressiva wirken.

    Bereits zahlreiche führende Pharmaunternehmen wie Johnson & Johnson, Bayer, Sanofi, GlaxoSmithKline, AbbVie, Roche, AstraZeneca, Novo Nordisk, Boehringer Ingelheim, Pfizer und Bristol Myers Squibb haben sich dazu bekannt, den erzwungenen Schwimmtest nicht mehr durchzuführen. Damit erkennen sie den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand an und setzen ein Zeichen für eine moderne Forschung.

    Ich fordere Ihr Unternehmen dazu auf, diesem Beispiel zu folgen und sich zu verpflichten, den Forced Swim Test künftig nicht mehr anzuwenden.

    Vielen Dank, dass Sie sich mit diesem wichtigen Anliegen auseinandersetzen.

Diese Erfolge hat PETA bereits erzielt

Die Arbeit von PETA wirkt. Weltweit schliessen immer mehr Unternehmen, Universitäten und Behörden den Forced Swim Test als Forschungsmethode aus. Zu unseren grössten Erfolgen zählen:

1. Bayer führt keinen Forced Swim Test mehr durch

Nach mehreren Gesprächen mit PETA USA erklärte sich Bayer im Jahr 2019 bereit, den Forced Swim Test zukünftig weder selbst anzuwenden noch entsprechende Versuche finanziell zu unterstützen. Damit setzte eines der grössten Pharmaunternehmen weltweit ein Zeichen für fortschrittliche und tierfreie Forschungsmethoden.

2. Sanofi beendet den erzwungenen Schwimmtest

Nach internationalen Kampagnen von PETA und ihren Partnerorganisationen sowie mehr als 440’000 Unterstützer:innen verpflichtete sich Sanofi im September 2024, den Forced Swim Test in Zukunft nicht mehr durchzuführen. Über Jahre hinweg hatte Sanofi mehr als 1’500 Mäuse und Ratten für diesen Versuch gequält, ohne dabei ein wirksames Antidepressivum auf den Markt zu bringen.

3. Mehr und mehr Universitäten stoppen den Test

Zahlreiche Hochschulen setzen ebenfalls zunehmend ein Zeichen gegen diesen grausamen Tierversuch. In den Jahren 2025 und 2026 haben unter anderem die University of Bristol, die University of Bath, die Victoria University of Wellington und die Universidad Austral de Chile beschlossen, den Forced Swim Test nicht mehr durchzuführen.

  • Weitere Erfolge und Infos

    Sieben südamerikanische Universitäten entscheiden sich gegen Forced Swim Test (Juli und Juni 2026)

    Im Juli und Juni 2026 bestätigten sieben südamerikanische Hochschulen gegenüber PETA USA, dass sie den Forced Swim Test nicht einsetzen. Dazu gehören:

    • Universidad Nacional de Trujillo
    • Universidad César Vallejo
    • Universidad Nacional de Mar del Plata
    • Pontificia Universidad Católica de Chile
    • Universidad Austral de Chile
    • Ponce Health Sciences University
    • Universidade Federal de Uberlândia


    German Mouse Clinic (Juni 2026)

    Die German Mouse Clinic am Helmholtz Zentrum München züchtet und untersucht genetisch veränderte Mäuse für Tierversuche. Gegenüber PETA Deutschland bestätigte die Einrichtung, dass sie den Forced Swim Test nicht mehr durchführt. Auf Nachfrage erklärte sie ausserdem, dass es keinen Grund gebe, den Test wieder einzuführen.

    Fünf indische Hochschulen wenden sich vom Forced Swim Test ab (Februar bis Juni 2026)

    Fünf indische Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben 2026 gegenüber PETA Indien bestätigt, die Methode nicht mehr einzusetzen oder zu unterstützen. Dazu zählen:

    • Chitkara-Universität
    • CT University
    • Himachal Institute of Pharmacy
    • Guru Angad Dev Veterinary and Animal Sciences University (GADVASU)
    • Al-Azhar-Hochschule für Pharmazie


    Victoria University of Wellington (Mai 2026)

    Die Victoria University of Wellington in Neuseeland setzt den Forced Swim Test nach eigenen Angaben nicht mehr ein. Die Entscheidung folgte auf Kampagnen von PETA Australien, PETA USA, der New Zealand Anti-Vivisection Society, Save Animals From Exploitation und Beyond Animal Research. Dazu gehörten unter anderem Briefaktionen an Entscheidungsträger:innen der Universität sowie öffentlichkeitswirksame Proteste.

    Die Universität erklärte dazu: «Wir erkennen an, dass sich das wissenschaftliche Verständnis weiterentwickelt und damit auch die Angemessenheit bestimmter Methoden. Verfahren, die nicht mehr als gültig gelten (wie beispielsweise die Anwendung des Porsolt-Schwimmtests für die Depressionsforschung) oder im Kontext der zeitgenössischen Forschung nicht mehr relevant sind, werden nicht zur Anwendung genehmigt.» [1, 2]

    Deutsche Bundesländer Hessen, Brandenburg und Bremen (April 2026)

    Nach Angaben der hessischen Landestierschutzbeauftragten Dr. Madeleine Martin kommt der Forced Swim Test in Hessen nicht mehr zum Einsatz. Auch die zuständigen Behörden in Brandenburg und Bremen teilten PETA Deutschland mit, dass der Test dort aktuell weder stattfindet noch eine zukünftige Durchführung geplant ist. [3]

    Irische Regulierungsbehörde für Gesundheitsprodukte (Februar 2026)

    Nachdem PETA UK der irischen Gesundheitsbehörde Health Products Regulatory Authority wissenschaftliche Informationen zum Forced Swim Test übermittelt hatte, wurde das Nationale Komitee zum Schutz von Tieren für wissenschaftliche Zwecke (NCPA) mit einer Prüfung der Methode beauftragt. In seiner Stellungnahme kam das Komitee zu dem Schluss, dass der Einsatz des Tests in Irland deutlich eingeschränkt werden sollte.

    Künftig darf er nicht mehr zur Untersuchung von Depressionen, depressionsähnlichen Verhaltensweisen oder Angststörungen eingesetzt werden. Als Grund nannte das NCPA bestehende Zweifel an der wissenschaftlichen Aussagekraft des Verfahrens für diese Zwecke. [4] Darüber hinaus ist es künftig nicht mehr zulässig, Tiere in dem Test bis zur Erschöpfung schwimmen zu lassen.
    Bei mehr als 30 weiteren Universitäten, Forschungseinrichtungen und Institutionen konnte PETA in den vergangenen Jahren ebenfalls Erfolge im Hinblick auf den Forced Swim Test erzielen.

Fortschrittliche Forschung benötigt keine Forced Swim Tests

Der Forced Swim Test bedeutet für die Tiere grosses Leid. Zudem bestehen seit Jahren Zweifel daran, wie aussagekräftig die Methode tatsächlich ist. Studien zeigen, dass sich die im Test gewonnenen Erkenntnisse nur eingeschränkt auf den Menschen übertragen lassen und sich daraus die Wirkung neuer Antidepressiva nicht zuverlässig ableiten lässt. [9]

Zudem stehen heutzutage moderne und humanrelevante Methoden zur Verfügung, die Erkenntnisse über den Menschen liefern können, ohne dass Tiere missbraucht werden. Dazu gehören beispielsweise Untersuchungen mit menschlichen Zellen und Organoiden, computergestützte Modelle sowie klinische und bildgebende Verfahren.

Immer mehr Pharmaunternehmen, Universitäten und Behörden erkennen, dass der Forced Swim Test nicht aussagekräftig ist und entscheiden sich gegen seinen Einsatz. Diese Entwicklung macht deutlich: Eine fortschrittliche und moderne Forschung ist auch ohne Leid und grausame Tierversuche möglich. 

Zusammen können wir den Forced Swim Test stoppen – jetzt helfen

Obwohl PETA und mehrere Partnerorganisationen Novartis wiederholt dazu aufgefordert haben, den Forced Swim Test nicht mehr einzusetzen, hat sich der Schweizer Pharmakonzern bislang nicht gegen den Tierversuch positioniert. Der CEO von Novartis, der nach eigenen Angaben sein Leben lang Vegetarier ist, sollte sich mehr für den Schutz von Tieren einsetzen und zustimmen, dass der Konzern den Forced Swim Test künftig nicht mehr als Forschungsmethode verwendet. Dank des Engagements von PETA und der Unterstützung Hunderttausender Menschen konnten bereits viele Unternehmen und Forschungseinrichtungen davon überzeugt werden, den Forced Swim Test nicht mehr als Forschungsmethode zu nutzen. Gemeinsam können wir den Druck auf Novartis und weitere Verantwortliche erhöhen und uns dafür einsetzen, dass der Forced Swim Test endgültig abgeschafft wird. Helfen Sie mit!