Pontresina GR / Teufen AR, 19. August 2026 – Einem Medienbericht zufolge ist es am Samstagnachmittag im Val Roseg bei Pontresina zu einem schweren Unfall mit einer Pferdekutsche gekommen. Eine 73-jährige Frau soll noch am Unfallort gestorben sein, zwölf weitere Personen seien verletzt worden, zwei davon schwer. Insgesamt seien rund 40 Personen mit zwei Pferdekutschen-Gespannen unterwegs gewesen. Nach Angaben der Bündner Kantonspolizei sei die Bremsleistung eines Gespanns auf einem abschüssigen Streckenabschnitt ungenügend gewesen. Beim Versuch, die Geschwindigkeit zu reduzieren, sei eines der Pferde zu Fall gekommen. Die Kutsche soll daraufhin nicht mehr lenkbar gewesen und gegen einen Baum geprallt sein. Das Pferd habe sich leicht verletzt, mehrere Fahrgäste seien aus dem Fahrzeug geschleudert worden. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Graubünden ermitteln zum Unfallhergang und zu den Umständen. Angesichts dieses Vorfalls fordert PETA Martin Bühler, Regierungspräsident des Kantons Graubünden, heute auf, ein Verbot von Pferdekutschen im Kanton Graubünden einzuführen.
«Pferde sind Fluchttiere. Erschrecken sie, geraten sie oft in Panik und lassen sich kaum noch bremsen. Immer wieder passieren schwere Unfälle, teils mit tödlichem Ausgang. Hinzu kommt, dass die Gespanne weder über sichere Bremssysteme noch über Airbags oder eine Knautschzone verfügen», so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. «Solche Unfälle sollten zu der Erkenntnis führen, dass die Verwendung von Pferdekutschen ein erhebliches Risiko darstellt. Die einzige Lösung zum Schutz von Mensch und Tier ist deshalb ein Verbot von Kutschfahrten.»
Tiergerechte Lebensweise wird Pferden vor Kutschen verwehrt
PETA setzt sich für ein Verbot von Pferdekutschen ein. Die sensiblen und sozialen Lauftiere möchten in einer Herde leben. Sie benötigen gute Nahrung und stets frisches Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Selbstverständlich sollten natürliches Sonnenlicht und frische Luft zur Verfügung stehen. Wenn diese essenziellen Haltungsvoraussetzungen nicht oder nur unzureichend gegeben sind, führt das auf Dauer zu seelischem Leid und körperlichen Beeinträchtigungen. Ein Pferd in guter Haltung kann 35 Lebensjahre und mehr erreichen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.
Symbolbild: Pferdekutschenunfälle fordern immer wieder Opfer bei Mensch und Tier. / © 112-magazin.deDas druckfähige Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
Weitere Informationen:
PETA-Schweiz.ch/Themen/Pferdekutschen
