Rothenburg / Teufen (AR), 14. Juli 2025 – Zoos und Tierparks bedeuten Leid: Die Einrichtungen sind im Wesentlichen Gefängnisse, in denen sensible Lebewesen eingesperrt und wie Objekte ausgestellt werden. Die arteigenen Bedürfnisse der Tiere können nicht annähernd erfüllt werden. Durch die Haltung in eintöniger, beengter Zoo-Gefangenschaft auf viel zu kleinen Flächen entwickeln beispielsweise Grosskatzen häufig Verhaltensstörungen. PETA demonstriert daher am Mittwoch ab 11:15 Uhr lautstark vor Tonis Zoo. Eine Person im Leopardenkostüm ist in einen Käfig gesperrt, davor prangt ein Schild mit der Aufschrift «Dein Zoo = mein Gefängnis». Unter dem Motto «Artgerecht ist nur die Freiheit» fordert die Tierrechtsorganisation, die Zucht und Gefangenhaltung aller Tiere in Zoos und Tierparks auslaufen zu lassen.
Details zur Aktion:
Datum: Mittwoch, 16. Juli 2025
Uhrzeit: 11:15 bis 12:15 Uhr
Ort: vor Tonis Zoo, an der Gabelung Bertiswilstraße/Zoostraße, 6023 Rothenburg
Demoaufbau: Person im Leopardenkostüm in einem Käfig, Schilder, Flyer
Kontakt vor Ort: Ayshea Kelly (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)
«Dass noch immer fühlende Individuen zur blossen Unterhaltung von Menschen lebenslänglich eingesperrt und gedemütigt werden, ist beschämend», so Ayshea Kelly, Aktionskoordinatorin bei PETA Schweiz. «Artgerecht ist nur die Freiheit – immer mehr Menschen sprechen sich daher gegen Zoos und Tierparks aus. Die Zurschaustellung von Tieren in Gefangenschaft ist ein Auslaufmodell.»
PETA setzt sich dafür ein, dass Grosskatzen wie Löwen, Leoparden oder Tiger – ausser in Auffangstationen – nicht mehr in Gefangenschaft gehalten werden dürfen. Während Grosskatzen in freier Wildbahn Reviere von mehreren hundert Quadratkilometern bewohnen, fristen sie in zoologischen Einrichtungen meist ein trauriges Dasein auf wenigen hundert Quadratmetern. Zoos leisten mit der Zucht und Haltung der Tiere keinen Beitrag zum Artenschutz. Im Zoo geborene Löwen oder Tiger können nicht ausgewildert werden, da sie in Gefangenschaft nicht lernen, selbstständig in der Natur zu überleben. Vielmehr weist die Mehrheit dieser Grosskatzen typische Anzeichen für Verhaltensstörungen auf.
Zoos bedeuten Tierleid
Die Einrichtung in Rothenburg steht exemplarisch für eine Vielzahl von Schweizer Zoos und Tierparks, in denen etliche Tiere unter völlig unangemessenen Bedingungen für die menschliche Unterhaltung ausgebeutet werden. PETA setzt sich grundsätzlich für ein Ende der Zucht und Haltung von Tieren in Zoo-Gefangenschaft ein. Denn mit Artenschutz hat das Einsperren von Tieren in Zoos nach Ansicht der Tierrechtsorganisation nichts zu tun. Die meisten der in Zoos vorgeführten Arten sind weder vom Aussterben bedroht noch werden sie auf ein etwaiges Leben in Freiheit vorbereitet. Zuchtprogramme dienen vor allem dem Erhalt der Zoopopulation.
Zudem erfüllen Zoos nach Auffassung von PETA keinen Bildungsauftrag: Das Publikum lernt durch die Beobachtung von Tieren in Gefangenschaft nichts über ihr natürliches Verhalten. Die bei vielen Tierarten in Zoos auftretenden Verhaltensstörungen werden dagegen vermehrt als normale Verhaltensweisen angesehen. PETA fordert daher, finanzielle Mittel in den Schutz der natürlichen Lebensräume statt in die Nachzucht und Haltung von Tieren in Zoos zu investieren und die Haltung und Zucht von Tieren in Zoos auslaufen zu lassen.
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.
Ähnliche PETA-Aktion vor dem Allwetterzoo in der deutschen Stadt Münster. / © PETA Deutschland e.V.Dieses und weitere Bilder stehen hier zum Download zur Verfügung.
Weitere Informationen:
PETA-Schweiz.de/Themen/Zoo
