Sommerliche Temperaturen in der Schweiz: PETA appelliert an Tierhaltende, Hunde niemals im Fahrzeug zurückzulassen

Tieren droht Hitzetod

Teufen AR, 18. Juni 2026 – Auch im Frühsommer droht der Hitzetod in aufgeheizten Fahrzeugen: Nach einer wechselhaften Wetterphase steigen die Temperaturen in den nächsten Tagen in Teilen der Schweiz auf bis zu 37 Grad. Jedes Jahr erleiden zahlreiche Hunde einen qualvollen Tod in abgestellten Autos, weil Menschen die Hitze und ihre Auswirkungen unterschätzen. PETA appelliert daher an alle Hundehaltende, Tiere niemals unbeaufsichtigt im Auto zurückzulassen.

«Bei grosser Hitze werden Hunde in geparkten Autos schnell nervös, kratzen verzweifelt an den Scheiben und geraten in Panik. Dadurch verschärft sich die ohnehin lebensgefährliche Situation und oft kommt jede Rettung zu spät», so PETA-Fachreferent Björn Thun. «Wer einen Hund bei warmen Aussentemperaturen im Auto zurücklässt, riskiert das Leben des Tieres und muss mit einer Strafanzeige rechnen.»

Brenzlige Situationen vermeiden und im Ernstfall schnell handeln

Bereits wenige Minuten in der Sonne reichen, um ein geparktes Auto auf bis zu 45 Grad Celsius zu erhitzen. Doch auch ein Parkplatz im Schatten oder ein leicht geöffnetes Fenster schaffen bei hohen Temperaturen keine Abhilfe. Da Hunde nur wenige Schweissdrüsen haben und sich hauptsächlich über Hecheln abkühlen, erleiden sie im heissen Fahrzeuginneren schnell irreparable Organschäden oder einen Herzstillstand.

Entdecken Menschen an einem warmen Tag einen Hund im Auto oder auf einem Balkon ausgesperrt, ist schnelles Handeln gefragt. Sollte der Wagen- oder Wohnungsinhaber nicht auffindbar sein, muss umgehend die Polizei gerufen werden. Befindet sich der Hund bereits in Lebensgefahr – Anzeichen dafür sind Taumeln, eine dunkle Zunge, glasige Augen, starkes Hecheln oder Erbrechen – und gibt es keine andere Möglichkeit, ihn zu befreien, kann es geboten sein, die Scheibe einzuschlagen. Am besten ziehen tierrettende Personen Zeugen hinzu, die die Notstandssituation im Nachhinein bestätigen können.

Sollte das Auto auf einem Supermarktparkplatz stehen und das Tier noch ausser Gefahr sein, lässt sich der Halter über das Kontrollschild ausrufen. Kann der Hund aus dem Auto oder von dem Balkon befreit werden, sind sofort Erste-Hilfe-Massnahmen erforderlich. Auch wenn sich der Zustand des Tieres durch die Versorgung scheinbar verbessert, muss der Hund wegen möglicher Folgeschäden der inneren Organe umgehend tierärztlich untersucht werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

Bei warmen Aussentemperaturen kann ein Auto für Hunde innerhalb kurzer Zeit zur Todesfalle werden. / © PETA

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Weitere Informationen:
PETA-Schweiz.ch