Teufen AR, 9. April 2026 – Wichtig und doch oft unterschätzt: Auch die beste Katzentoilette kann am falschen Ort Probleme verursachen und zu Unsauberkeit führen. Denn Katzen sind sensible Tiere, die bereits Kleinigkeiten irritieren können. Besonders in Mehrkatzenhaushalten ist das richtige Toilettenmanagement ein wichtiger Teil der Verhaltensprävention. Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA, hat daher einige hilfreiche Tipps für Menschen mit Katzen zusammengestellt.
«Wenn Katzen aus scheinbar unerklärlichen Gründen in die Wohnung urinieren, könnte der Grund die Katzentoilette und damit verbundener Stress sein», so Jana Hoger. «Natürlich müssen im Vorfeld alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen werden, insbesondere wenn eine Katze ganz plötzlich unsauber wird. Dazu empfiehlt sich eine gründliche Untersuchung in der tierärztlichen Praxis des Vertrauens inklusive einer Blutuntersuchung.»
- Der richtige Ort: Wichtig ist ein ruhiger Platz, an dem die Katzen dennoch freie Sicht haben – sie sollten sich sicher fühlen und ihre Bedürfnisse ungestört verrichten können. Ausserdem benötigen Katzen unbedingt genügend Bewegungsfreiheit, um ihre Ausscheidungen verscharren zu können. Die Grösse der Toilette spielt somit auch eine wichtige Rolle – die Tiere sollten sich problemlos umdrehen können.
- Raumtrennung: Essplatz und Katzentoilette sollten so weit wie möglich voneinander entfernt platziert werden – am besten in getrennten Räumen.
- Die richtige Katzentoilette: Einige Katzen gehen nicht gerne in Verstecke oder Höhlen, um ihre Notdurft zu verrichten, und bevorzugen offene, grosse Katzentoiletten. Geschlossene Katzenklos mit Deckel und Klappe sind deshalb nicht für alle Tiere attraktiv. Menschen mit Katzen sollten testen, welche Art der Toilette ihre Katze bevorzugt.
- Sauberkeit: Das Katzenklo sollte so sauber wie möglich sein, denn verständlicherweise geht keine Katze gerne auf eine schmutzige Toilette. Die tägliche Reinigung ist Pflicht. Einige Katzen benutzen ihre Toilette sogar nur, wenn das letzte Geschäft entsorgt worden ist. Aber Vorsicht vor Duftsprays und reizenden Reinigungssprays. Diese können Katzen abschrecken oder gar zum Markieren animieren.
- Katzenstreu: Die optimale Katzenstreu sollte nicht nur staubarm, geruchsbindend und unparfümiert sein, sondern sich auch nicht zu kantig anfühlen. Da Katzen Gewohnheiten lieben, sollte ein häufiger Wechsel von Katzenstreu vermieden werden.
- Toilettenanzahl: Als Richtwert gilt, dass jeweils ein Katzenklo mehr als im Haushalt lebende Katzen vorhanden sein sollte, da Katzen ihre Ausscheidungen auch in der Natur nicht immer an derselben Stelle absetzen. Daher ergibt es Sinn, auch einzeln gehaltenen Katzen eine zweite Toilette anzubieten. Diese sollten an mehreren Orten im Haushalt verteilt platziert sein und sich nicht in “Sackgassen” befinden. Ein entspanntes Verlassen der Katzentoilette muss immer möglich sein.
- Einstiegshöhe für Senioren anpassen: Besonders für ältere Katzen, die häufig an Arthrosen leiden, eignen sich Toiletten mit niedrigem Einstieg.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. PETA setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

Wichtig und doch oft unterschätzt: Die richtige Katzentoilette. / © PETA
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PETA-Schweiz.ch/Themen/Tierische-Mitbewohner
