Buttwil (AG) / Teufen (AR), 23. März 2026 – Tierquäler gesucht: Medienberichten zufolge hat ein Mann am Donnerstagmittag ein Pferd in einem Stall in Buttwil sexuell missbraucht. Demnach zeigen Videoaufnahmen, wie sich der Unbekannte zwei Tieren im Stall näherte, die zu dem Zeitpunkt unbeaufsichtigt waren. Eines der Pferde sei weggegangen, das andere stehen geblieben. Der Mann habe das Tier gestreichelt, sei dann Richtung Bauch und habe das Tier «manipuliert». Die Halterin nimmt an, dass der Unbekannte einen «günstigen» Zeitraum ausgewählt habe, da der Stall bis kurz vor 11 Uhr mit Mitarbeitenden besetzt war. Etwa 40 Minuten später sei die Mutter der Halterin in den Stall zurückgekehrt und auf den Mann getroffen, wusste in dem Moment jedoch noch nichts von der Tat. Die Polizei ermittelt.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Schweizer Franken für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter +41 71 588 03 84 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.
«Tiere, die Opfer solcher Gewalttaten werden, leiden nicht nur körperlich, sondern auch seelisch enorm. Der Täter muss schnellstmöglich gefunden werden. Bitte helfen Sie mit, diese Tierquälerei aufzuklären», so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. «Zoophilie beziehungsweise Sodomie ist ein ernstzunehmendes Problem, das nicht unterschätzt werden darf. Teilweise werden Tiere dabei so schwer verletzt, dass diese von ihrem Leiden erlöst werden müssen. Weitere Vorfälle in der Region sollten umgehend gemeldet werden, um mögliche Tatzusammenhänge aufzuzeigen. Um solche Gewalttaten effektiver bekämpfen zu können, fordert PETA ein behördliches Register, in dem Anschläge auf Pferde und bereits überführte Personen von Tierquälerei-Fällen erfasst werden.»
Vorsichtsmassnahmen – Tipps für Pferdehalter
Die Tierrechtsorganisation rät Pferdehaltern zur besonderen Aufmerksamkeit, wenn ein «Pferdeschänder» umgeht. Die Tiere sollten – sofern möglich – nachts nicht auf der Koppel stehen, sondern in einer sicheren, bestenfalls mit Videokameras ausgestatteten Stallung untergebracht werden. Alle Zugänge sollten gesichert und abgesperrt sein. Zudem sollten Kontrollgänge nach Möglichkeit zu unregelmässigen Zeiten durchgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen ist es dabei ratsam, diese mit mindestens zwei Personen auszuführen und Mobiltelefone bei sich zu tragen. Verdächtig erscheinende Personen in der Umgebung sollten unbedingt der nächsten Polizeidienststelle gemeldet werden, ebenso wie Personen, die bereits in der Vergangenheit durch ihr Verhalten aufgefallen sind.
PETA setzt regelmässig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.
Weitere Informationen:PETA-Schweiz.ch/aktiv/aktiv-gegen-Tierquälerei
