Zeitumstellung: PETA-Expertin gibt Tipps, wie Hunde und Katzen den Rhythmuswechsel stressfrei meistern

Teufen AR, 19. März 2026 – Die Umstellung auf die Sommerzeit in der Nacht zum 29. März kann nicht nur viele Menschen aus dem Takt bringen – auch Hunde und Katzen leiden häufig unter dem verschobenen Ablauf. Viele Tiere orientieren sich stark an festen Routinen und spüren, wann Zeit für sie ist: Nahrungsaufnahme, Spazierrunden und gemeinsame Beschäftigungsphasen strukturieren ihren Tag und geben Sicherheit. Wird der gewohnte Rhythmus plötzlich vorgezogen, kann das zu Verwirrung, Unruhe, Stress oder verändertem Verhalten führen. Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA und Tierpsychologin, gibt Tipps, wie Tierhaltende ihren Lieblingen die Umstellung erleichtern.

«Die Zeitumstellung bringt nicht selten den ganzen Tagesablauf durcheinander», so Jana Hoger. «Es ist sinnvoll, frühzeitig zu planen und unsere tierischen Familienmitglieder behutsam an die bevorstehenden Veränderungen heranzuführen – denn je langsamer die Anpassung erfolgt, desto besser kommen Hunde und Katzen mit dem neuen Rhythmus zurecht.»

PETAs Tipps für eine entspannte Zeitumstellung:

  • Nahrungszeiten frühzeitig verschieben: Bereits einige Tage vor der Zeitumstellung sollten die Nahrungszeiten täglich um 10–15 Minuten vorgezogen werden. Besonders Katzen, die sich stark an festen Rhythmen orientieren, profitieren von dieser sanften Umstellung.
  • Spaziergänge in kleinen Schritten anpassen: Auch Hunde orientieren sich stark an gewohnten Uhrzeiten. Werden Gassirunden schrittweise verschoben, reduziert das Stress – und damit auch das Risiko für Magen-Darm-Probleme, die bei Anspannung besonders häufig auftreten.
  • Spiel- und Beschäftigungszeiten leicht variieren: Spiel- und Interaktionszeiten sollten ebenfalls langsam angepasst werden. Kleine Verschiebungen von Tag zu Tag helfen Hunden und Katzen, sich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen.
  • Rückzugsorte für Katzen schaffen: Katzen reagieren häufig noch sensibler auf Veränderungen als andere Tiere. Es ist deshalb wichtig, ihr Bedürfnis nach Rückzug zu akzeptieren – und in der Zeitumstellungsphase keine weiteren Veränderungen im Haushalt vorzunehmen.
  • Rituale beibehalten: Kuschelzeiten, Massagen oder andere vertraute Rituale geben Sicherheit – allerdings nur, wenn die Tiere diese Zuwendung mögen. Gewohnte Abläufe fördern Ruhe und emotionale Stabilität.
  • Sicherheit im Dunkeln nicht vergessen: Fallen Spaziergänge nach der Zeitumstellung wieder in die Dunkelheit, sollten Hunde unbedingt gut sichtbar sein – durch Leuchthalsbänder, reflektierende Geschirre oder Anhänger. Das erhöht die Sicherheit im Strassenverkehr.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

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PETA-Schweiz.ch/Themen/Tierische-Mitbewohner