«Überproduktion» in der Schweineindustrie: 30’000 Tiere sollen getötet werden – PETA: «Schweine wie Wegwerfware behandelt»

Teufen (AR), 11. März 2026 – Die Schweizer Schweineindustrie stecke Medienberichten zufolge in einer massiven «Überschusskrise»: Weil seit Monaten deutlich mehr Schweine gezüchtet werden, als verkauft werden können, soll der Markt entlastet und «Verstössen gegen den Tierschutz» vorgebeugt werden. Der Branchenverband Suisseporcs plant daher ein Notfallkonzept, wonach insgesamt rund 30’000 Schweinekinder vorzeitig getötet werden sollen. Julia Weibel, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA, kommentiert:

«Rund 30’000 Schweinekinder töten zu lassen, nur weil die Branche zu viele Tiere gezüchtet hat, zeigt die ganze Grausamkeit dieser gierigen Industrie. Empfindsame Lebewesen werden wie Wegwerfware behandelt: Sind sie zu viele, werden sie einfach ‹aus dem Markt genommen› – also getötet. Diese Krise ist die absehbare Konsequenz einer Branche, die immer mehr Tiere in das Ausbeutungssystem presst, um möglichst billig Fleisch zu produzieren. Ein wirklich nachhaltiges Ende dieses permanenten Krisenmodus ist nur mit einem kompletten Umstieg auf eine tierfreie Landwirtschaft mit echten, verlässlichen Perspektiven für Landwirte möglich.»

Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann. Ein Bild von Julia Weibel senden wir auf Anfrage gerne zu.

Weitere Informationen:
PETA-Schweiz.ch/Themen/Schweine-Leben
PETA-Schweiz.ch/veganleben/bio-vegane-Landwirtschaft