Zürich / Teufen (AR), 16. September 2025 – Tierquäler gesucht: Einem Medienbericht zufolge entdeckte eine Passantin vergangene Woche 13 Katzenbabys an der Promenadengasse in Zürich. Insgesamt stammen die Vierbeiner von vier unterschiedlichen Muttertieren. Sie wurden neben einer überfahrenen Katze gefunden, die vermutlich eine der Mütter sein könnte. Die kranken und unterernährten Tiere wurden im Tierspital Zürich versorgt. Eines der Katzenbabys wird dort noch immer intensiv behandelt.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Schweizer Franken für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter +41 71 588 03 84 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.
«Wir möchten helfen aufzuklären, wer die Katzenbabys einfach ausgesetzt und damit ihren Tod in Kauf genommen hat», so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. «Ein Tier einfach zurückzulassen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden. Wir hoffen auf zielführende Hinweise aus der Bevölkerung, um die Hintergründe zu klären.»
PETA setzt regelmässig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen. Daneben wird auch zwischen verschiedenen Tierarten unterschieden: So empfinden viele Menschen Hunde und Katzen als Familienmitglieder und lehnen es ab, sie zu halten, auszubeuten und zu töten wie Schweine, Rinder oder Hühner. Trotzdem betrifft Speziesismus auch sogenannte Haustiere: Sie werden zur menschlichen Unterhaltung benutzt, oftmals unter tierschutzwidrigen Bedingungen (qual-)gezüchtet und wie Ware verkauft. Auch für Tierversuche werden sie missbraucht.
