St. Gallen / Teufen AR, 15. Juli 2026 – Erstmals bringt PETA eine Plakatkampagne in die Schweiz. In St. Gallen und weiteren Städten machen neun verschiedene Motive mit der Botschaft «Ich will, dass du dich änderst!» auf das Leid von Tieren aufmerksam. Die Kampagne macht deutlich, wie Tiere für die Zucht und den Verkauf, für Kleidung, Ernährung, Unterhaltung und Tierversuche ausgebeutet werden. PETA ruft dazu auf, vegan zu leben und keine Tierausbeutung zu unterstützen.
«Wenn wir Menschen uns ändern, müssen Tiere nicht länger leiden», so Harald Ullmann, Zweiter Vorsitzender von PETA Schweiz. «Wer keine tierischen Produkte mehr kauft und Tierausbeutung konsequent ablehnt, trägt dazu bei, Leid zu verhindern. Mit unserer Kampagne möchten wir Menschen dazu bewegen, ihr Konsumverhalten zu hinterfragen und sich für Mitgefühl statt Ausbeutung zu entscheiden. Tiere sind keine Produkte, sondern fühlende Lebewesen.»
Bis zum 19. Juli ist PETAs Plakatkampagne in Zürich, Basel, Bern, Luzern und St. Gallen sowie vereinzelt in Klein- und Vorstädten zu sehen.
Jahr für Jahr werden in Schweizer Tierheimen 17.000 Tiere abgegeben. Dennoch züchten profitorientierte Menschen weiterhin Hunde, Katzen, Kaninchen, Reptilien und andere Tiere. [1] Die meisten Tiere in Zuchtanlagen leiden immens, viele überleben den Stress und die schlechten Haltungsbedingungen nicht. Züchter nehmen dieses Leid billigend in Kauf und «produzieren»weiter Tiere für den Verkauf.
In der Bekleidungsindustrie werden Millionen Tiere für Pelz, Leder, Wolle, Seide und Daunen ausgebeutet. Füchse, Nerze, Gänse, Rinder, Schafe, Ziegen, Kaninchen und zahlreiche weitere Tierarten leiden für die Mode, bevor sie getötet und gehäutet werden.
Weltweit leiden Milliarden Tiere ausserdem in der Agrarindustrie. In der Schweiz lebt der Grossteil der Rinder, Schweine, Schafe und Hühner in der sogenannten Intensivtierhaltung. Unabhängig von der Haltungsform werden alle Tiere im Schlachthof getötet. Doch nicht nur für Fleisch, sondern unter anderem für Milch, Eier, Fischfleisch und Stopfleber zahlen Tiere mit ihrem Leben.
Für Profit und Vergnügen werden Tiere in der Unterhaltungsindustrie ausgenutzt – etwa in Zirkussen, Zoos, Delfinarien, bei Touristenattraktionen oder in Shows. Viele Wildtiere verbringen ihr Leben in Gefangenschaft, werden zu unnatürlichen Verhaltensweisen gezwungen und können ihre artspezifischen Bedürfnisse nicht ausleben. Transporte, beengte Haltung, Dressur und Vorführungen verursachen körperliches und psychisches Leid.
Alle 60 Sekunden stirbt ein Tier in einem Schweizer Versuchslabor
In Schweizer Tierversuchslaboren leiden jährlich mehr als eine halbe Million Tiere, darunter Mäuse, andere Kleintiere, Vögel und Fische. [2] Dabei werden sie beispielsweise vergiftet, extremem psychischen Stress ausgesetzt und Nahrung, Wasser oder Schlaf entzogen. Insgesamt fallen 95 Prozent aller neuen Medikamente in klinischen Tests an Menschen durch, obwohl sie vorher in Tierversuchen als wirksam und sicher eingestuft wurden. [3]
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.
[1] Statista (19.11.2019): Anzahl der in Tierheimen aufgenommenen und vermittelten Tiere in der Schweiz von 2013 bis 2018. Online abrufbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/458970/umfrage/in-tierheimen-aufgenommene-und-vermittelte-tiere-in-der-schweiz/. (15.07.2026).
[2] Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen: Tierversuche. Online abrufbar unter: https://www.dashboard.blv.admin.ch/animals/animal-experimentation/statistics. (15.07.2026).
[3] Arrowsmith, J. (03.01.2012): A decade of change, Nature Reviews Drug Discovery, Seiten 17-18

Mit der Plakatkampagne macht die Tierrechtsorganisation in Schweizer Städten auf das Tierleid aufmerksam. / © PETA Schweiz
Dieses und ein weiteres Motiv können hier heruntergeladen und für die Berichterstattung verwendet werden.
Weitere Informationen:
PETA-Schweiz.ch/News/Plakatkampagne
