Spreitenbach / Teufen (AR), 4. Februar 2026 – Sie zappeln am Haken, ringen nach Luft und versuchen zu entkommen – vergeblich: Am Wochenende findet in der Umwelt Arena in Spreitenbach die «Schweizer Sportfischer Messe»statt. PETA fordert ein Ende der Angelfischerei und ruft zum Boykott der Veranstaltung auf. Jahr für Jahr werden allein in der Schweiz Millionen Fische in Fallen gelockt, an Haken aufgespiesst und an Land gezogen. Dort ersticken sie oft qualvoll, werden erschlagen oder teils noch bei Bewusstsein ausgenommen. Angelmessen verharmlosen nicht nur den grausamen Umgang mit den sensiblen Tieren, sondern machen sogar Werbung für das tödliche Hobby.
«Angeln bedeutet, Fische in eine Falle zu locken, sie minuten- bis stundenlang Angst und Atemnot sowie einem oft qualvollen Todeskampf auszusetzen, bevor sie schliesslich erschlagen oder oft noch lebendig aufgeschnitten werden», so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin sowie Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. «Heute wissen wir, dass ein Fisch ein Jemand ist und kein Etwas und da ist es ein Armutszeugnis, das Angeln zu bewerben. Wir appellieren an die Bevölkerung von Spreitenbach sowie an alle auswärtigen Tierfreunde, die Angelmesse nicht zu besuchen.»
Fische spüren Schmerz und brauchen unseren Schutz
Fische sind neugierige, fühlende Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten. Sie haben ein komplexes Sozialleben und kommunizieren mittels vielfältiger Laute, über Körpersprache und Gerüche. Sie schliessen Freundschaften, lernen, geben ihr Wissen weiter und beschützen ihren Nachwuchs. [1] Internationale wissenschaftliche Studien bestätigen, dass Fische Schmerzen spüren. Auch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit in Deutschland, kommt zu dem Schluss, dass «Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten». [2] Eine Studie hat ergeben, dass Putzerfische ihr Gesicht auf Fotos und im Spiegel wiedererkennen [3] und Seebrassen können Tauchende an der Farbe ihrer Ausrüstung voneinander unterscheiden. [4] Eine Studie der deutschen Universität Bonn zeigt zudem, dass Fische addieren und subtrahieren können. [5] Die Autorin der Studie, Professorin Dr. Vera Schlüssel, schliesst aus ihren Experimenten, dass Menschen andere Tierarten tendenziell unterschätzen – besonders diejenigen, die nicht zu den Säugetieren zählen. [6]
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.
